Fotokaffee, Vorschau auf das neue Thema


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Streetfotografie mit Handicap, als Brennweite sind nur 50mm zugelassen! Mal sehen, ob ich auch so ein tolles Bild wie oben zustande bekomme. Die Aufnahme hat meine Tochter Amelie (7) geschossen. Unser nächstes Treffen wird Mitte Juni stattfinden. Den Artikel dazu bringe ich dann kurz danach.

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4 Gedanken zu „Fotokaffee, Vorschau auf das neue Thema

  1. Hallo Stefan,
    ich war schon oft nur mit dem 50er unterwegs. Was zuhause als Nachteil empfunden wird ist eher ein Gewinn weil man sich intensiver auf die Fotografie einlässt als wenn man mit einem Zoom loszieht. Mit dem Zoom ist man bequem, steht irgendwo und dreht die Optik schnell mal rein oder raus und macht zig belanglose Fotos. Mit der Festbrennweite muss man sich die Bilder erarbeiten. Der Ausschuss ist meiner Erfahrung nach geringer. Auf der anderen Seite wird man auch ein paar Gelegenheiten verpassen weil die Brennweite gerade nicht passt und keine Zeit bleibt zu agieren. Ich würde für mich sagen dass der Vorteil Festbrennweite gegenüber Zoom (von mehreren Festbrennweiten will ich gar nicht reden) in einem Verhältnis zu 70:30 für das 50er steht. Ich bin gespannt wie sich das bei Dir verhält, respektiv ob Du beim nächsten Fotokaffee noch von Handicap sprichst.

    Was die Fotos anbelangt, da hat Deine Tochter schon mal gut vorgelegt. Kannst Du das toppen? 🙂

    Viele Grüsse,
    Gilles

    • Hi Gilles,
      erstmal herzlichen Dank für den tollen Kommentar!
      Ich liebe auch meine FB´s, das Handicap sehe ich lediglich darin, bei Street-Fotografie sehr nahe an die Personen herangehen zu müssen. Da habe ich nach wie vor noch eine gehörige Scheu davor. Ich habe aber schon so ein paar Ideen, wie ich das geregelt bekomme. Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was ich da zusammenbringe. Zum eigenen Ansporn habe ich deshalb mal Amelies Aufnahme gepostet, das setzt mich doch unter einen gewissen Zugzwang. Wird natürlich sehr peinlich für mich, wenn ich das nicht toppen könnte.
      Viele Grüsse, Stefan

  2. Es ist wohl eines der schönsten Street-Aufnahmen, die ich gesehen habe. So innocent, so deutlich in der Aussage und so klar.

    Dennoch. Street-Fotografie ist für mich an sich negativ besetzt. Eine Spiegelung des Themas EINSAMKEIT, sicherlich von den Machern nicht gewollt. Street, Fashion, Beauty, Glamour. Alleine der Ausdruck PEOPLE klingt menschenverachtend.

    Ein Kollege hat vor ein paar Jahren ‚Stills‘ gemacht – morgens in einer Kleinstadt. Nur Straße, Häuser, Morgenlicht – ohne Menschen. Nur seine Einsamkeit war spürbar. Das ist wohl die wahre Streetphotography gewesen. Oder die frühen Bilder eines Alfred Stieglitz.

    Doch wer weiß, was jenseits dieser Worthülsen dir gelingen mag. Ich freue mich auf deine Spiegelung äußerer Wahrnehmung und innerer Interpretation.

    • Hallo Burcado,
      auch ich hatte anfangs so meine Schwierigkeiten mit der Street-Fotografie. Verborgen, aus dem Hinterhalt, Heimlich. Allein diese Schlagworte machen diese Art der Fotografie so anrüchig. Wenn man aber wirklich gute Streetfotografie und Ihre Aussage betrachtet, relativieren sich die negativen Punkte. Gute Stereofotografie soll nicht bloßstellen, es werden nicht Menschen fotografiert um sich darüber lustig zu machen (sei es Adipositas, Armut…), nicht die Person, sondern die Situation muss im Vordergrund stehen. So ist es durchaus möglich, tolle Bilder zu machen, bei denen die Personen noch nicht einmal erkannt werden können (auch aus rechtlicher Sicht ist dies wohl das Mittel der ersten Wahl). Schwerpunkt liegt hier deutlich beim „Erzähl-Auge“ und beim „Gefühls-Auge“. Bildgestaltung und Selbstkundgabe haben hier natürlich auch Ihren Anteil, der aber für eine gute Aufnahme durchaus geringer ausfallen kann. Ich habe zwischenzeitlich großen Spass an dieser Art der Fotografie, geht man dadurch mit anderen Augen durch die Welt. Es findet viel mehr Kommunikation statt, wenn auch nicht verbal. Mit offenen Augen und beobachtend seine Welt, besonders seine Mitmenschen wahrzunehmen, ist im Alltagsleben eher gering ausgeprägt, diese Art der Fotografie zwingt Dich aber gerade dazu, wieder mehr auf Deine Mitmenschen zu achten. Wenn Du mit positiven Gedanken und Gefühlen diese Art der Fotografie betreibst, überträgt sich das auch auf die Mitmenschen, die Inhalt Deiner Bilder werden. Wider Erwarten habe ich noch keinen Ärger bekommen, nur ein Mann hat mich konsequent, aber dabei sehr freundlich, gebeten, eine Aufnahme von Ihm zu löschen, was ich natürlich sofort gemacht habe.
      Viele Grüße, Stefan

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