Kurztripp nach Prag


Schon mehr als einen Monat her, seit meinem letzten Artikel, war fotografisch einfach nicht viel los :-(.

Dafür gibts jetzt mal wieder ein paar Bildchen. War auf einem Kurztripp in Prag und hatte nur zwei sehr kurze Termine von jeweils ca. 1,5 Stunden, daher reichlich Zeit, die goldene Stadt an der Moldau zu erkunden. Anreise war am Dienstag, Ankunft im Hotel so gegen 18:30. Nach dem Check-In und einem ausgiebigen Abendessen mit Gänseleber und Steak gings um 20 Uhr noch für 2 Stunden raus für einen kleinen Abendspaziergang an die Moldau (bescheidene 8 km). Mein Hotel lag ca. 6 km vom Zentrum entfernt auf der anderen Seite des Flusses. Dabei hatte ich nur die kleine Nikon 1 V 1, wollte mal testen, was damit so bei Nacht freihand alles möglich ist. Kalenderbildqualität hatte ich natürlich  nicht erwartet, aber für ein paar Schnappschüsse sollte es doch reichen. Rauschen tuts natürlich, die 1 V 1 geht ja auch nur bis max. ISO 3200 und die habe ich auch gebraucht. Hier mal ein paar Bildchen.

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Bin mit den Ergebnissen eigentlich recht zufrieden in Sachen Bildqualität für so ne kleine Knipse. Am nächsten Morgen dann um 7:00 mein erster Termin, danach kurz ins Hotel, die große Kamera geschnappt und um 09:00 ging es ab zum fotografieren. Ich wollte einfach mal die Stadt erkunden, geht zu Fuß einfach am Besten und man bekommt Dinge zu sehen, an denen man mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto einfach so vorbei fährt. Das Wetter war jedoch nicht „der Burner“, saukalt (-8°C) und trübe. Motive, die ich am Abend zuvor von der anderen Flussseite entdeckt hatte, erschienen trist und grau und hatten Ihren Reiz verloren. Es kam so keine richtige Stimmung für tolle Bilder auf.

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Irgendwie hatte ich mir den Eingang zum Hilton pompöser vorgestellt :-).

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Trist und grau 😦

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Blick auf die Karlsbrücke, immer noch grau :-((

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Trotz 10facher Mehrfachbelichtung lassen sich unter Tags die Menschen nicht aus dem Bild bannen.

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Dann eben erst mal Essen, macht warm und weckt die Lebensgeister. 1/2 Ente mit Blaukraut und Serviettenknödel (schmeckt, wie er heißt, braucht kein Mensch, taugt noch micht mal zum Mundabwischen). Die Ente wollte natürlich schwimmen, drum gab es noch zwei große Bierchen und einen Bercherovka :-). Hat aber alles nichts genützt, es war immer noch genauso kalt und trüb wie zuvor. Also ab auf einen Turm und einen Rundumblick über die Stadt wagen.

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Moderner Aufzug im Alten Turm, macht sich gut. Und es war beheizt, drum blieb ich da etwas länger 🙂

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trüb und grau. Beim Entwickeln den Klarheit-Regler auf Anschlag, damit man überhaupt was erkennen kann.

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Das erste schöne Bild, Selbstportrait im Aufzug 🙂

Hatte jetzt schon reichlich km in den Beinen und mir wurde wieder eisekalt, drum ab in die nächste Kneipe, die Ente wollte im Tiefen schwimmen. Irgendwie war ich schon ziemlich enttäuscht, dass die Fotoausbeute nicht so ganz nach meinem Geschmack war. Der Gedanke an Rückzug ins Hotel kam immer intensiver auf, doch die Aussicht auf ein paar gute Nachtaufnahmen hielt mich zurück. Drum blieb ich in der Kneipe sitzen und wartete. 3 große Bierchen später ging es dann wieder los. War so gegen 16:15 und die blaue Stunde nicht mehr all zuweit entfernt. Nicht, dass ich mit Blau gerechnet hätte bei dem Wetter, aber ein schöner Übergang von Hellgrau nach Dunkelgrau zu Schwarz sollte es doch werden :-(. Noch schnell ein schöner Platz mit Blick auf den Hradschin gesucht und kurz gewartet. Was passiert denn jetzt??? Der Nebel weicht, es wird Blau und ein hammergeiles Motiv tut sich auf.

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Klein Stefan im Glück, Bierteich mit schwimmender Ente im Bauch und toller Bilder, mehr brauch ich nicht, um glücklich zu sein :-). Rückweg dann wieder über die Karlsbrücke (war dann die 3te Überquerung an diesem Tag) und den Heimweg Richtung Hotel angetreten, dabei hab ich dann natürlich noch ein paar Bildchen geschossen, die mir auch richtig gut gefallen.

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Letztendlich hatte ich dann zusammen mit dem Spaziergang vom Abend zuvor ca. 35 km in den Beinen und war reichlich geplättet. Zum Ausklang gabs dann noch im Hotel ein schönes Abendessen und eine Auffüllung des Ententeiches :-).

Am nächsten Morgen dann um 09:00 mein zweiter Termin und danach ab nach Hause.

viele Grüße, Stefan

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2 Gedanken zu „Kurztripp nach Prag

    • Hallo Jürgen,
      da hast Du wohl recht, aus dem Auto übersieht man viel zu viel.
      Wobei ich nach dieser Tour das Wort „Spaziergang“ für mich neu definiert habe. Da fällt bei mir künftig nur noch so eine Strecke drunter, die keine Blasen verursacht :-).
      Gruß Stefan

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